Kredit für Hausfrauen
Meist bekommst du einen Kredit für Hausfrauen nur, wenn dein Partner ebenfalls unterschreibt. Wenn du kein eigenes Einkommen hast und den Antrag allein stellst, sagen die meisten Banken nein. Das ist ein ganz normaler Ratenkredit, den du Monat für Monat in gleichen Raten zurückzahlst. Wie teuer er ist, hängt vom Einkommen eures Haushalts ab. Außerdem zählt, wie zuverlässig ihr bisher eure Rechnungen und Kredite bezahlt habt.
- So viel leihen Banken bei einem Hausfrauenkredit meist
- 500 bis 50.000 €Quelle: finanzcheck.de
- So viel vom Netto deines Partners steht dir als Taschengeld zu
- 5 bis 7 %Quelle: verivox.de
- Zinsen für den Dispo, wenn du dein Konto überziehst
- 8 bis 10 %Quelle: finanzcheck.de
Seriöse Banken verlangen im Voraus kein Geld von dir. Du zahlst Kosten erst, nachdem du den Kredit bekommen hast. Ein Vermittler stellt nur den Kontakt zu einer Bank her. Will er vorab eine hohe Gebühr, dann klappt ein Kredit über ihn fast nie.
Wer gibt einen Kredit für Hausfrauen?
Bevor die Bank dir einen Kredit gibt, muss sie prüfen, ob du die Raten zahlen kannst. So schreibt es das Bürgerliche Gesetzbuch vor (§ 505a BGB). Die Bank darf auch nicht einfach davon ausgehen, dass dein Partner im Notfall für dich zahlt. Deshalb muss bei einem Kredit für Hausfrauen meist eine zweite Person mit in den Vertrag, wie das Portal Smava erklärt.
Die meisten Banken geben Hausfrauen und Hausmännern ohne eigenes oder mit sehr wenig Einkommen keinen Kredit. Auch bei deiner Hausbank, also der Bank mit deinem Konto, sind kleine Kredite selten möglich. Meist will sie dafür hohe Sicherheiten. Damit ist etwas Wertvolles gemeint, das die Bank behalten darf, falls du nicht zahlst.
Die Voraussetzungen sind leicht: Du musst volljährig sein, in Deutschland wohnen und hier ein Konto haben. Dazu kommen ein Ausweis und ein regelmäßiges Einkommen. Es kann von dir kommen oder von der zweiten Person im Vertrag.
Wie hilft dir der Partner, wenn er den Kredit als zweite Person mit aufnimmt?
Am einfachsten ist es, wenn ihr den Antrag zusammen stellt. Dein Partner steht dabei an erster Stelle im Antrag. So rechnet die Bank mit dem Einkommen eures ganzen Haushalts. Ihr unterschreibt beide den Vertrag und zahlt die Raten zusammen.
Wichtig ist: Die zweite Person verdient gut und regelmäßig. Ideal ist ein fester Job ohne Kündigung, bei dem die Probezeit schon vorbei ist. Probezeit heißt: die ersten Monate im Job. In dieser Zeit ist eine Kündigung leichter. Laut Finanzcheck sind mit einer solchen Person im Vertrag bis zu 50.000 € möglich. Das gilt ebenso, wenn ihr einen Bürgen habt. Wenn du die Raten nicht mehr zahlen kannst, übernimmt ein Bürge die Zahlung für dich.
Dafür müsst ihr nicht verheiratet sein. Wer erwachsen ist, festes Einkommen hat und seine Schulden bisher zuverlässig gezahlt hat, darf mit unterschreiben. Nehmt euch vorab Zeit und lest den Vertrag gemeinsam in Ruhe durch.
Welches Einkommen zählt die Bank bei dir mit?
Die Bank rechnet das Haushaltsgeld nicht mit. Sie zählt nur Geld, das du durch Papiere belegen kannst. Dazu gehören etwa dein Lohn, deine Rente oder Geld vom Staat.
Minijob heißt: ein kleiner Job, bei dem du wenig verdienst. So hast du eigenes Geld, und das kann deine Chancen verbessern. Doch meist reicht ein Minijob allein den Banken nicht, selbst für einen kleinen Kredit.
Wenn du verheiratet bist, hast du eigene Rechte, was das Geld der Familie angeht. Das steht im Gesetz (§§ 1360 bis 1360b BGB). Du darfst mitbestimmen, wofür das Geld ausgegeben wird. Laut Verivox hast du meist ein Recht auf Taschengeld: 5 bis 7 % von dem, was dein Partner netto verdient. Netto heißt: sein Lohn, nachdem Steuern und Abgaben abgezogen sind. Wofür du das Taschengeld ausgibst, entscheidest du selbst. Aber für einen Kredit reicht es allein meist nicht.
Wie teuer ist ein Hausfrauenkredit?
Bei vielen Banken hängt dein Zins von drei Dingen ab. Das sind dein Schufa-Wert, dein Einkommen und das Geld, das dir nach den festen Ausgaben im Monat bleibt. Am Schufa-Wert sieht die Bank, wie zuverlässig du bisher deine Rechnungen und Kredite bezahlt hast. Wenn du keinen Bürgen und keine andere Sicherheit hast, zahlst du deutlich höhere Zinsen. Zum Vergleich: Laut Bundesbank kostete ein neuer Kredit im August 2026 im Schnitt 8,99 % im Jahr. In diesem Wert stecken schon alle Kosten, die du zahlen musst.
Wichtig ist auch die Laufzeit, also wie lange du den Kredit abbezahlst. Wenn du schnell zurückzahlst, sind die Zinsen oft niedriger. Mit einer längeren Laufzeit wird jede Monatsrate kleiner. Insgesamt zahlst du dann aber mehr. Wenn ihr schon andere Kredite habt, sagt die Bank oft nein. Dann geht es nur noch mit einem Bürgen oder einer zweiten Person im Vertrag.
Kredite aus der Schweiz sind für Hausfrauen meist viel teurer als Kredite deutscher Banken. Wenn eine Werbung „ohne Schufa“ oder „trotz Schufa“ verspricht, steckt meist ein unseriöser Anbieter dahinter. Solchen Firmen solltest du besser nicht trauen.
Welche Wege gibt es statt eines Bankkredits?
- Familie: Wenn Verwandte oder Freunde dir ohne Zinsen Geld leihen, ist das oft am günstigsten.
- Dispo: Du überziehst dein Konto, nimmst also mehr Geld, als darauf ist. Die Bank verlangt dafür meist ungefähr 8 bis 10 % Zinsen. Hast du kein Einkommen, bekommst du so höchstens ein paar hundert Euro.
- Kurzzeitkredit: Damit leihst du dir eine kleine Summe für wenige Wochen. Er ist nur sinnvoll, wenn du ein festes Einkommen hast, unter 1.000 € brauchst und das Geld in 30 Tagen sicher zurückzahlst. Ein Beispiel: Bei Vexcash zahlst du für 400 € über 30 Tage 4,64 € Zinsen.
- Ratenkauf: Beim Händler kannst du Möbel oder ein Auto oft in Raten bezahlen.
- Pfand: Die Bank bekommt von dir etwas Wertvolles als Sicherheit, etwa dein Auto. Wenn du nicht zahlst, kann die Bank das verkaufen.
Ihr wisst noch nicht, was für euch passt? Wendet euch dann an eure Bank oder an die Verbraucherzentrale. Das ist eine unabhängige Stelle, die bei Geldfragen berät.
Deine Monatsrate berechnen
Gib nur das Netto an, das ihr beide nachweisen könnt. Das Haushaltsgeld wird nicht mitgerechnet.
Oft gestellte Fragen
Kann eine Hausfrau allein einen Kredit bekommen?
Ohne eigenes Einkommen ist das kaum möglich. Meist braucht es eine zweite Person, die mit unterschreibt. Dann sieht die Bank ein Einkommen, aus dem die Raten bezahlt werden.
Zählt das Einkommen meines Mannes für die Bank automatisch mit?
Nein. Eine Bank darf nicht einfach davon ausgehen, dass dein Partner die Raten für dich zahlt. Sein Einkommen zählt erst mit, wenn er den Vertrag auch unterschreibt.
Gilt die Regel auch für Hausmänner?
Ja, für Hausmänner gelten dieselben Regeln. Es kommt nur darauf an, wer im Haushalt verdient und dafür Papiere als Nachweis hat.
Reicht ein Minijob aus, um einen Kredit zu bekommen?
Meist reicht das allein nicht. Ein Minijob hilft dir aber, besonders wenn auch eine zweite Person im Antrag steht.